[ gärten der sehnsucht ]
Thursday, December 22nd, 2005
wie oft werden uns die türen geöffnet
nichts ahnend, nichts wissend, achtlos
ohne gruss verlassen wir die gärten der
liebe
wie oft sind wir die räuber einer ganzen
schlurfen wir mit schmutzigen sohlen
über rote teppiche, neben den paravan
spuckend, hinter dem das unberührte
fiebert, die herzstücke unserer kind
heit achtlos vom fenstersims nehmend
und mit groben händen eine neue spur
in den staub ziehend
sehnsucht, im vorübergehen ein schnek
kenhaus pflückend, zur erinnerung, das
in den manteltaschen ohne nachhall
brechen wird wie die erste
zeit. und hinter dem paravan weint deine
puppe mit dem porzellangesicht tränen
los dem abschied entgegen
foto: tangermünde, 26. märz 2005 weitere fotos aus der reihe ‘carpe diem’:
‘nachttresen’, ‘ablenkung’, ‘eastern star’
‘tresenschach’, ‘tattoo’, ‘inventur’










