weblog-archiv - August, 2006
[ herbsttag ]
Wednesday, August 30th, 2006
herbst hat sich an eine dachrinne gehängt und spei-
und bleibe am hörer, eine kaffeetasse rechts neben
dass menschen sich erst dann bewegen, sich enga-
nehme einen schluck kaffee, den letzten, das tele-
chelt grau herab. ich nehm das telefon zur hand, ich
sage alles ab. das ist kein tag zum leben, eigentlich
der tastatur, ein schluck, dann weiter. kannst du das
bild schon sehn? ich kann: viel spitzer, bitte, das ist
1 hirsch, kein reh. ein schluck kaffee. und draussen
schlägt der regen – zack! – die sommerblumen platt
gieren, wenn die betroffenheit sie ganz persönlich
trifft, ist eine alte leier. im www zu lesen, dass auch
du … ein wenig trifft mich das. persönlich. ich sollte
- auch das die alte leier – ich sollte abstand nehmen
fon durchklingelt mein zerdenken, ich mache wei-
ter und vergesse. der regen schlägt die sommer-
blumen tot, die sommerblumen alle tot, und das ist
gut
[ was könnte. was geht ]
Tuesday, August 29th, 2006
schreiben? heu-
te nicht. zuschau-
en. schrieb ich. &
weiter
das selbstsichere lächeln derer, die einge-
das was könnte gegen ein das geht macht
tauscht haben das wie wird gegen das ist
die harte kerbe im mundwinkel: so, ja so
lächeln die erwachsenen
[ ... tschuldigung? ... ]
Monday, August 28th, 2006[ schach dem bauern ]
Sunday, August 27th, 2006[ berlin schläft noch III ]
Saturday, August 26th, 2006
jaja – ich weiss: du findest mich toll. aber muss
(bewundert zu werden ist mir unangenehm;
dir das die kraft nehmen, auf eigenen füssen zu
stehen?
ich bin doch kein wunder. ich bin ein peryton!)
[ kennen sie günther grass? ]
Friday, August 25th, 2006
kennen sie günter grass?
guck mal ute: wir sind auf seite eins! °
alt und vergesslich macht auf jung und fesch
wendehals mit federtasche, grossem maul und guten freunden
wir sind wieder wer! (der augenblick ist klug gewählt)
hoffentlich redet keiner drüber
hoffentlich doch
° – ute grunert, grass’ zweites eheweib ab 1979
scan: outing – günter grass in ‘neues deutschland’ (15-08-2006)
übermalt mit blauem kugelschreiber, umrandet mit schwarzem
filzstift. grösse ca. 4,3 x 3,4 cm
[ berlin schläft noch II ]
Thursday, August 24th, 2006
ich fahre allein, sagt sie
was?
du kannst nicht mitkommen
was??
du kannst nicht mitkommen
sie macht sich los, schiebt ihn von sich, steigt
drei stufen hoch ins innere des waggons, die
türen schwingen krachend zu. er bleibt auf dem
bahnsteig zurück. hier wird er stehenbleiben
(lautsprecherstimme. unverständlich)
[ berlin schläft noch ]
Wednesday, August 23rd, 2006
sex? fragt sie, auf das vor ihr liegende papier
sie nimmt das ende des kugelschreibers zwi-
ein- bis viermal am tag. pause. da ist eine
(lacht sie?)
einskommasechs, schreibt sie, halblaut buch-
herunter schauend. denkst du an sex? und
wenn ja, wie oft?
schen ihre lippen, kaut darauf herum. als
meine antwort sich verzögert, hebt sie ihren
blick, findet meine augen
zahl in meinem kopf, die nicht stimmen kann:
einskommasechs. pause. dann, in veränder-
tem ton hinterhergeworfen: ist das normal?
stabierend
[ morgenfluchen ]
Tuesday, August 22nd, 2006
“wir kommen von weit her, gott sei dank”
spricht ein katholischer prediger im morgen-
radio. das muss ein rechter menschenfreund
sein, denke ich, der aktiv gegen abschiebe-
knäste angeht
(° – ’swr-kontra’, 27-07-2006, kurz vor 9 uhr)
[ peryton macht telefone schöner: noch ein klingelton ]
Monday, August 21st, 2006
für euch: der zweite mp3-handy-klingelton aus der peryton-klangschmiede
komposition/arrangement: peryton (hemprich/verdier)
download zur privaten nutzung kostenlos
copy- & phonorights: peryton (2006)
[ morgen abend: peryton im 'zimmer 16' ]
Sunday, August 20th, 2006
wie an jedem ersten montag im monat wird auch morgen
eine ‘offene bühne’ veranstaltet. wer nichts besseres zu
tun hat und keine neuen ausreden findet: hingehn. auch
ich werde dort sein. und – natürlich – spielen. ‘zimmer 16′
(berlin-pankow, florastrasse 16). ab 21:00 uhr. der
eintritt ist – die welt ist zu gut für euch banausen !!! – frei
[ aufgebrochen II ]
Saturday, August 19th, 2006
ja, das bist nur du, sage ich. das rauschen zwischen meinen
und ich bin aufgewacht
ohren ist ein wasserfall, von hand zu hand springt mir ein
regenbogen, gegen eine schräge sonne kneifst du die augen
zu, das tosen nimmt die worte mit von deinen lippen, ein trop-
fen tränt herab aus augenbrauen, du drehst dich von mir fort
[ mein du und ich ]
Friday, August 18th, 2006
nun bin ich ein alter wolf geworden
und heule dir noch immer hinterher
mond, mein mond
[ aufgebrochen ]
Thursday, August 17th, 2006
das hast du falsch verstanden. angerührt war ich von
er. ich, berührt, dass er es lesen konnte: das ist kein au-
dem, was ich herauszulesen glaubte. dass die geschich-
te wieder aufgebrochen ist, für einen augenblick, sagt
genblick. und in gedanken, um nicht noch mehr preiszu-
geben: wie eine blüte, unvergessen unter all den andern
foto: rosenhöhe darmstadt, 15. juli 2006













