kaputtgespielt; vielleicht sind es letztenendes
die klitzekleinen bemerkungen, die klitzekleinen
dinge, die dir die sackgasse zeigen oder eben
den gnadenlosen spiegel: du hast versagt. du
hast es nicht geschafft. du bist deinen eige-
nen anforderungen nicht gerecht geworden
am letzten tag des jahres habe ich alle verab-
redungen platzen lassen. im endlichendlichend-
lich aufgeräumten büro ist wieder platz zum
umdrehen. der boden müsste gefegt werden
aber sowas machen immer die leute, die nach-
her kommen, denke ich. und bin verwundert
draussen ist jahresendkrieg. nix zu fressen ha-
ben die leut’, aber sie machen ordentlich lärm;
guuute bürger und bürgerinnen: das macht zwar
auch feinstaub, dass es keine freude sein dürf-
te, aber die hoffnungslose wut geht mit in die
luft, laut und farbig. otto blöd und sein weibchen
sind dafür das jahr über wieder mäuschenstill
der schreibtisch ist leer sortiert. die aufgaben-
berge türmen sich im kopf. tektonische seelen-
bewegungen sind es, die falten machen unter
der haut; nein, sie gefallen mir nicht, diese
ständigen mahner und erinnerer. zu viel ist
liegen geblieben und darüber fremd geworden
was ist mir noch wichtig? heute abend kann
ich die frage nicht beantworten; heute abend
steht aufräumen auf dem zettel, unaufschieb-
bar, klar schiff machen für eine reise, deren
ziel ich nicht kenne. oder nicht kennen will
wäre diese vollmondnacht nicht eine wunder-
volle gelegenheit für den ‘österreichischen ab-
gang’? viel wein trinkend zum gipfel der wahl
wandern, um dort endgültig einzuschlafen. all
der stinkende lärm mitsamt seiner dummen
gleichgültigkeit sänke unwiderbringlich fort:
ohne falsches bedauern endlich alleine sein
was sagte der baseball, als die luft raus ging?
game over