[ topograpie blau ]

an der wasserscheide angekommen
gilt entscheiden. entweder oder, vor-
oder fortwärts, alt- oder unbekannt

topographie blau. bergab ist prinzip

hier macht sich der reine tisch
wie von selbst






16 antworten to “[ topograpie blau ]”

  1. Lucy Says:

    wo bist du nur???

  2. peryton Says:

    aber warum , lucy, wo soll ich denn sein?

    oder meinst du wegen der “wasserscheide”? das ist, liebste lucy, doch ‘nur’ eine metapher fürs leben und die (manchmal lebenswichtig) notwendigen entscheidungen. eine dieser entscheidungen heisst für mich: keine musik mehr, keine bühne

    was nicht bedeutet, dass ich zwangsläufig nie mehr wieder kunst machen werde; kunst um der reinen kunst willen wird vielleicht irgendwann wieder für mich möglich sein, kunst zur existenssicherung nicht. zwänge und last und druck hatte ich in meinem leben im übermass, meine zukunft soll leichter werden

    ich weiss, dass meine musik vielen sehr viel freude gemacht und kraft gegeben hat; mir selbst ist sie sehr schwer gefallen. finde ich neuen zugang zu ihr, wird es vielleichtvielleichtvielleicht irgendwann auch wieder neues von mir geben

    und bis dahin? dann und wann einen kommentar, ein foto, ein bild, ein gedicht … ich werde mich sicher weiter äussern, aber nicht mehr “live” in erscheinung treten

    … und als ich letztens in der nähe von marburg war, hab ich an dich gedacht, lucy. schick mir doch mal ne email und erzähle – du kannst es ausführlich machen, ich lese auch gern romane

    ganz liebe grüsse an dich!

  3. Lucy Says:

    :-) Danke! Ganz liebe Grüße auch an Dich, es tut mir leid zu lesen, dass Du dieses Kapitel Deines Lebens geschlossen hast, auch wenn ich Deine Beweggründe nachvollziehen kann. Dass die Wasserscheide nur eine Metapher war, ist mir schon klar gewesen, aber der Interpretationsspielraum dieses Textes hat mich etwas besorgt gemacht. Es hätte so vieles bedeuten können.

  4. Irene Says:

    bin mal wieder auf deine seite gegangen und habe deine letzten einträge gelesen, bist du ernstlich krank ?
    und was machst du so ohne musik /ich hüte deine geschichten, gedichte und lieder immer noch sehr obwohl die tinte langsam verblasst
    Gr.Irene

  5. peryton Says:

    @ irene

    oh, danke, das freut mich ja, von dir zu hören … aber sind die alten geschichten wirklich aufhebenswert?

    ohne musik gibts für mich auch noch ein leben, da bin ich ganz sicher. allerdings bin ich zur zeit auf der suche, wie das aussehen wird

    ausserdem heisst das ja nicht, dass ich nie wieder musik machen werde; die bühne wird nicht mehr gehen, fürs studio gibt und gab es noch reichlich ideen. aber das steht im augenblick nicht im vordergrund

    treffen wir uns irgendwann nochmal irgendwo? vermutlich bin ich leichter zu finden als du …

  6. peryton Says:

    @ lucy

    erst vor ein paar tagen sprach mich jemand auf meine cd an und war ganz begeistert, weil sie ihm gefallen habe, obwohl es so gar nicht das gewesen sei, was er musikalisch sonst möge

    ich konnte mich darüber freuen ohne traurig zu sein, dass es vorbei ist. und das ist etwas ganz neues für mich. eben: “hier macht sich der reine tisch wie von selbst”

  7. Lucy Says:

    “ich konnte mich darüber freuen ohne traurig zu sein, dass es vorbei ist. und das ist etwas ganz neues für mich. eben: “hier macht sich der reine tisch wie von selbst” “

    Das klingt gut :-)
    Neue Schritte auf neuen Wegen, eine gute Reise wünsche ich Dir und bin gespannt, wo sie hinführen mag.

  8. xc Says:

    hi g,
    ich hoffe ich gehöre nicht zu den nicht aufhebenswerten alten geschichten, doch sei es wie es ist.
    ich stehe ebenfalls am ufer, seit einiger zeit schon, und vor mir liegt die nacht, die ich gewillt bin zu durchschreiten, als nachtwesen eintauchen in das bekannte unbekannte.
    gruss
    xc

  9. peryton Says:

    @ xc

    “ich hoffe, ich gehöre nicht zu den nicht aufhebenswerten alten geschichten”

    die erwähnten geschichten sind wirklich uralte geschichten, lyrik, prosa; ich war damals ein ganz junges tier, die vergangenheit ist fern und diese alten sachen haben für mich selbst heute keinen grossen wert mehr. so (so schlicht) war das gemeint

    du, xc, machst dir allerdings ganz unnötige sorgen, was dich als person angeht. selbstverständlich ist die erinnerung an dich “aufhebenswert”

    oder ging es dir gar nicht um eine derartige sorge und du wolltest mitteilen, dass wir schon zu lange nichts voneinander hörten? hättest du deine email-adresse behalten, du nase, dann wäre es – wie mehrfach beklagt – wesentlich leichter …

  10. xc Says:

    beständig sind nur änderungen
    und im moment habe ich keine adresse
    gruss
    xc

  11. xc Says:

    nachdem ich der welt im dez 2010 und jan2011 den rücken gekehrt hatte, in aller und endgültiger konsequenz, will diese mich nicht loslassen. so beschloss ich im mai wegen einer zerstörten freundschaft wieder von den toten aufzuerstehen.
    und heute nach dem ich wieder dir schreiben wollte, ist mir folgende im netz begegnet: http://www.perytonpublishing.com – was sagst du dazu.
    gruss
    xc

  12. peryton Says:

    @ xc

    das ist grossartig, finde ich, dass du von den toten wiederauferstanden bist. und vor allem ist das einzigartig, denn soviel ich weiss, konnte bislang noch nicht sicher nachgewiesen werden, dass solches einem menschen jemals gelungen sei …

    die seite http://www.perytonpublishing.com ist mir bekannt. die leute sind supernett und wir hatten schon lustigsten emailverkehr. schau mal hier: overseas cooperation slaughter

    xc, ich hoffe von dir in zukunft wieder mehr zu hören, ja?

  13. xc Says:

    hi g

    irgendwie bin ich zu blind und sehe deine mail adresse nicht, sende sie mir mal auf ############### [emaildresse editiert]

    gruss
    xc

  14. peryton Says:

    wie, xc, du findest meine email-adresse nicht???

    die steht doch überall, hier zum beispiel [ http://www.peryton.de/booking.php ] und vor allem ist sie ‘unübergooglebar’

    na dann, los gehts: schreib mir!

  15. t. Says:

    “unübergoogelbar” ;) schick !
    das nehm ich mit in die nächste grammatik-und/oder morpholohievorlesung ;D zu den themen präffigierung/suffigierung, präfix-und partikelverben, bzw. -adjektive… und so… *hihi*

    (*hups* ich bin schon wieder im internet, anstatt zu lernen)

  16. rz Says:

    In der Hoffnung, dass bei Dir etwas vernünftig-analytisches zum Thema “Yvonne” stehen würde, mal wieder vorbeigeschaut. Leider immer noch der letzte Eintrag vom März.
    Dabei ist das Thema doch eine Steilvorlage für eine Betrachtung, wie wenig diese Gesellschaft selbst vollkomen harmlose (eine Kuh lebt wild im Wald) Abweichungen von der Norm, der Ordnung dulden kann. Eine Kuh hat nicht abzuhauen und im Wald zu leben – wo kämen wir denn da hin wenn alle Lebewesen ihre Gefangenschaft, ihre Domestizierung, ihre Sozialisierung, ihre Unterjochung, ihre Beherschung in Frage stellen würden? Ja, wo kämen wir da endlich, endlich mal hin.
    So wird mit dem Aufwand eines Staatsspektakels eine Kuh gejagt, die lieber frei als im Stall lebt, während ein Bashar als Assad noch frei herumläuft und die Anklage gegen den Sexisten und Wahrscheinlich-vergewaltiger Strauss-Kahn fallen gelassen werden soll. Nicht dass ich für mehr Knaststrafen für die “richtigen” wäre, aber wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit?
    Achso, Yvonne ist ja “nur” eine Kuh und damit nicht gleichberechtigt – wenn auch schlau genug, einer ganzen Heerschar an Expert_innen monatelang zu entwischen. Ich wünsche ihr, dass es so bleibt.

du kannst hier einen kommentar hinterlassen