[ frage an radio peryton ]
“nach all dem, was wir gestern redeten: heisst lieben lei-
den?”
im prinzip ja; aber nur, wenn sich keine anderen lösung-
auch unabhängig einer erwartung dessen, was wir mor-
die bedingungslose und somit freie (auch: leidende) lie-
auch wenn – besser: weil – in der sozialen wie sprach-
dennoch: nicht einzig im leiden erfüllt sich eine freiheit-
en anbieten
gen noch besprechen werden – wobei mit einiger sicher-
heit davon auszugehen ist, dass wir uns thematisch in
die selbe richtung begeben – kann nur dies die einzig
richtige antwort des in (und die) freiheit liebenden sein;
wobei dieses ‘ja’ mit ‘unbedingt’ zu attributieren ist, im
engsten wortsinn gefasst: ‘ohne jegliche bedingung’
be muss als einzigartige lebensbeschäftigung betrach-
tet werden, die den verlust des zentrums seines emo-
tionalen interesses und den verzicht darauf als präsen-
te möglichkeit mit einschliesst; sie grenzt sich hierin
scharf vom erfolgs- und gewinngerichteten ansinnen
einer kapitalistisch orientierten beziehung ab
lichen bewertung und in der lebenswirklichkeit dieser
gefühlsbelasteten ausgestaltung von beziehung un-
schärfen und überschneidungen zu bemerken sind, em-
pfehle ich insofern die orientierung am kulturellen zung-
enspiel, dass die heutige ‘liebe’ in ihrer ursprachlichen
bedeutung auf ‘verlangen’ und ‘begehren’ fusst, das
‘leiden’ jedoch im ‘gehen’, ‘weggehen’ und ‘vergehen’
verwurzelt ist
liche liebe; der verzicht auf den verzicht kann liebevolle
variante, kann ebenso erfüllung wie auch erlösung sein










September 10th, 2007 at 8:00 pm
das ist peryton