{"id":12271,"date":"2010-10-19T16:24:14","date_gmt":"2010-10-19T14:24:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=12271"},"modified":"2010-11-02T11:24:50","modified_gmt":"2010-11-02T09:24:50","slug":"faire-le-bilan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=12271","title":{"rendered":"[ faire le bilan ]"},"content":{"rendered":"<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"left\">\nam ende also werden eure bem\u00fchungen aufge-<br \/>\nrechnet um die deutung meiner tr\u00e4ume, bis sie<br \/>\nkeine spur mehr aufwiesen, bis die farben eure<br \/>\nund eben falsche farben waren, bis ich blind<br \/>\nwar f\u00fcr das eigene bild und taub gegen die in-<br \/>\nneren stimmen. beinahe, jedenfalls, w\u00e4re euch<br \/>\nall dies gelungen. aber wieviel zeit habt ihr ge-<br \/>\nbraucht, aufgewendet, eingesetzt bis die mau-<br \/>\nerfugen glattgestrichen waren mit dem lehm<br \/>\neurer worte und mit m\u00f6rderischen schl\u00e4gen?<\/p>\n<p align=\"left\">\nam ende, eben, wird abgerechnet, nicht wahr?<\/p>\n<p align=\"left\">\nja, ihr seid die kinder einer besonderen zeit, ich<br \/>\nweiss das wohl, einer zeit, die den belehrenden<br \/>\nzeigefinger der geschichte voran getragen be-<br \/>\nkommt, einer vergangenheit, aus der wir alle ge-<br \/>\nlernt haben wollen oder sollen, heute. nur: was?<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"left\">\nin neuen tr\u00e4umen kippe ich heute eure grab-<br \/>\nsteine zur seite, reisse ich mit den umst\u00fcrzen-<br \/>\nden sockeln die erde eurer grabesruhe auf, ich<br \/>\nbringe mein entsetzen, meine wut ans licht, in<br \/>\neure alltagsruhe, bringe die unstimmigkeiten<br \/>\njener jahre nach oben, die nie aufgeh\u00f6rt haben<br \/>\nin mir zu singen, zu sprechen, in mir zu schrein<\/p>\n<p align=\"left\">\nund in trotzenden farben schreibe ich auf die<br \/>\ngest\u00fcrzten steine &#8222;ihr seid nicht besser gewe-<br \/>\nsen als all eure nachbarn&#8220; und &#8222;kindersch\u00e4nder&#8220;<br \/>\nund &#8222;liebe ist weniger schmerzvoll als ein fres-<br \/>\nsender tod&#8220;; schreibe ich in der hoffnung, dass<br \/>\nmeine wut kleiner wird mit dem ausatmen da-<br \/>\nnach und mit dem aufschrei der anderen, die<br \/>\nsich gest\u00f6rt f\u00fchlen werden und die moral anru-<br \/>\nfen werden oder das gesetz; all das z\u00e4hlt mir<\/p>\n<p align=\"left\">\nnichts<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"left\">\nich habe euch die roten korrekturstifte meiner<br \/>\nkindheit aus den h\u00e4nden genommen, habe auf-<br \/>\ngeh\u00f6rt zu schweigen, ich habe h\u00f6ren gelernt<br \/>\nund hinschauen, selbst wenn das weh tat. und<br \/>\nja, ja, ich habe sogar irgendwann lieben gelernt<\/p>\n<p align=\"left\">\nam ende also werden eure bem\u00fchungen aufge-<br \/>\nrechnet um die deutung meiner tr\u00e4ume, damals<\/p>\n<p align=\"left\">\nam ende also sage ich euch, dass keine rech-<br \/>\nnung mehr offen ist, von meiner seite, dass ich<br \/>\neuch nichts schuldig bin, dass ich das mir zuste-<br \/>\nhende nie in dem masse bekommen habe wie<br \/>\nes angemessen gewesen w\u00e4re; aber dass ich<br \/>\neuch die schulden erlasse, weil ihr doch nur die<br \/>\nschrecklichen kinder schrecklicher zeiten gewe-<br \/>\nsen seid: auf ewig fort und niemandes vorbild<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"left\">\nh\u00f6rt ihr? auf ewig fort, niemandes vorbild &#8211; und<br \/>\nverachtung zu sp\u00fcren ist mir durchaus erlaubt<\/p>\n<p><\/font><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>am ende also werden eure bem\u00fchungen aufge- rechnet um die deutung meiner tr\u00e4ume, bis sie keine spur mehr aufwiesen, bis die farben eure und eben falsche farben waren, bis ich blind war f\u00fcr das eigene bild und taub gegen die in- neren stimmen. beinahe, jedenfalls, w\u00e4re euch all dies gelungen. aber wieviel zeit habt ihr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12271"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12313,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12271\/revisions\/12313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}