{"id":38,"date":"2005-06-30T17:23:57","date_gmt":"2005-06-30T15:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=38"},"modified":"2008-12-19T23:28:19","modified_gmt":"2008-12-19T21:28:19","slug":"rouge-des-castilles-gestern-ist-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=38","title":{"rendered":"[ rouge des castilles ]"},"content":{"rendered":"<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"right\"><b>&#8230; [ gestern ist heute ]<\/b><\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"right\">der tag begann mit einer taube auf dem klo, ge-<br \/>\nnauer: ihrer landung im ge\u00f6ffneten fenster. mein<br \/>\nmorgenmurren klang \u00fcberzeugend und sie flog<br \/>\nfort. ohne gurren<\/p>\n<p align=\"right\">alles andere h\u00e4tte mich \u00fcberrascht<\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#404040\"><\/p>\n<p align=\"left\"><i><br \/>\n&#8222;leider habe ich keine ahnung, ob und welche e-mail-<br \/>\nadresse sie benutzt; du kennst doch meine aversion<br \/>\ndiesbez\u00fcglich. ich w\u00fcrde die alte nehmen&#8220;<\/i><\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=\"right\">\nja, ich w\u00fcrde auch gerne die &#8218;alte&#8216; nehmen. das<br \/>\nist das problem. es f\u00fcllt mich aus. nat\u00fcrlich f\u00fcllt<br \/>\nes mich aus: heute ist gestern<\/p>\n<p align=\"right\">\nnat\u00fcrlich hat das gewitter nur einen teil der ver-<br \/>\ngangenen nacht ausgef\u00fcllt, das denken und das<br \/>\nwirre tr\u00e4umen die anderen. nat\u00fcrlich. nat\u00fcrlich<br \/>\nwarte ich nunmehr auf antwort. diesen zustand<br \/>\nkenne ich seit jahren, es ist mir ein nat\u00fcrlicher;<br \/>\nich bin ein gedankenstofftier, hingesetzt zwischen<br \/>\nalte kissen, wartend<\/p>\n<p align=\"right\">wenn sich in den letzten jahren etwas <i> nicht <\/i><br \/>\nver\u00e4ndert hat, dann dies: das warten auf dich<\/p>\n<p align=\"right\">\nallerdings kann ich besser damit umgehen; es<br \/>\nist ein teil von mir geworden. ich habe mich da-<br \/>\nran gew\u00f6hnt. so wie ich mich an mein gesicht<br \/>\ngew\u00f6hnt habe, an meine augen, meine stimme<br \/>\nan die winterblicke der leute, auf meine blossen<br \/>\nf\u00fcsse starrend. ich habe mich daran gew\u00f6hnt<br \/>\ndass menschen fahrradhelme aufsetzen, daran<br \/>\ndass sie an roten fussg\u00e4ngerInnenampeln er-<br \/>\nstarrt sind. dass sie heiraten. dass sie in jeder<br \/>\nneuen beziehung neue kinder kriegen. dass sie<br \/>\npaarweise auftreten<\/p>\n<p align=\"right\">\ndass der weg zum briefkasten, in dem die tages-<br \/>\nzeitung steckt, einen gr\u00f6sseren zeitraum ein-<br \/>\nnimmt, als jener, sie zu lesen. dass sie plappern<br \/>\nund palavern \u00fcber gegenst\u00e4nde, die sie nicht<br \/>\nfassen; dass sie, falls sie dies merken sollten,<br \/>\nauf die &#8218;funktion&#8216; verweisen, die sie zu kr\u00f6nen<br \/>\nscheint: mama, papa, opa, frau professor \u2013 es<br \/>\nist zum speien. eigentlich<\/p>\n<p align=\"right\">\naber ich habe mich daran gew\u00f6hnt, wie an einen<br \/>\nschlechten geschmack, der in der luft liegt, einen<br \/>\ngeruch, der zu schmecken ist: gutb\u00fcrgerliche<br \/>\nk\u00fcche. wobei der wortklang t\u00e4uschen kann \u2013 mit<br \/>\n&#8218;goutieren&#8216; hat dies ebenso wenig gemein, wie<br \/>\n&#8218;menschenrechte&#8216; mit dem universalen recht auf<br \/>\nsein<\/p>\n<p align=\"right\">es sei<\/p>\n<p align=\"right\">\nwenn die maschine gleichm\u00e4ssig dampft, die<br \/>\ntemperatur eine kritische grenze nicht \u00fcber-<br \/>\nschreitet, h\u00f6re ich am telefon sagen, kann ich<br \/>\nweiterfahren ohne sorge. so h\u00f6re ich und pla-<br \/>\nne die weiterfahrt. ohne sorgen<\/p>\n<p align=\"right\"><i>really?<\/i><\/p>\n<p><\/font><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; [ gestern ist heute ] der tag begann mit einer taube auf dem klo, ge- nauer: ihrer landung im ge\u00f6ffneten fenster. mein morgenmurren klang \u00fcberzeugend und sie flog fort. ohne gurren alles andere h\u00e4tte mich \u00fcberrascht &#8222;leider habe ich keine ahnung, ob und welche e-mail- adresse sie benutzt; du kennst doch meine aversion diesbez\u00fcglich. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-38","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10101,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions\/10101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}