{"id":432,"date":"2006-03-29T00:10:32","date_gmt":"2006-03-28T23:10:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=432"},"modified":"2024-05-13T17:50:01","modified_gmt":"2024-05-13T16:50:01","slug":"kopfschutteln-ein-kommentar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=432","title":{"rendered":"[ kopfsch\u00fctteln. ein kommentar ]"},"content":{"rendered":"<p><i><font color=\"#404040\"><\/p>\n<p align=right>\nvorweg eine warnung an die durchschnittlichen weblogleser-<br \/>\nInnen: der nachfolgende artikel ist wortreich und weitschwei-<br \/>\nend, behandelt in rasanter folge unterschiedliche themengebie-<br \/>\nte und ist, kurz gesagt, f\u00fcr unge\u00fcbte viel zu lang. ich entschul-<br \/>\ndige mich hiermit bei ihnen und verspreche dem\u00fctig, morgen<br \/>\nwieder das gewohnte in leicht verdaulicher qualit\u00e4t zu liefern<\/p>\n<p><\/font><\/i><\/p>\n<p><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=left><i><b><br \/>\n&#8222;einige antispeziesistische schwarzkapuzis sch\u00fctteln<br \/>\nden kopf \u00fcber deine \u201eekelhafte geschichte einer ver-<br \/>\ngewaltigung\u201c (&#8230;) sie verstehen deine sprache nicht&#8220;<\/b><br \/>\n(kommentar zu den artikeln <a href=\"http:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=421\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8218;das orakel&#8216;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.peryton.de\/blog\/?p=428\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8218;feuerkopf. eine<br \/>\nbeschimpfung&#8216;<\/a>)<\/i><\/p>\n<p><\/font><\/p>\n<p><font color=\"#000010\"><\/p>\n<p align=left>\nich danke f\u00fcr die hinweise zum unverst\u00e4ndnis derer, die da<br \/>\nnicht verstehen. nicht allzu beruhigend finde ich, dass ich in<br \/>\nmeiner steten verwunderung best\u00e4rkt bin. das sch\u00fctteln des<br \/>\nkopfes scheint als ausf\u00fcllende t\u00e4tigkeit f\u00fcr denselben begrif-<br \/>\nfen zu werden. immerhin: ich hatte bislang vermutet, die<br \/>\nbefriedigendste aufgabe f\u00fcr jene k\u00f6pfe sei das mehr oder<br \/>\nminder dekorative ausf\u00fcllen schwarzer kapuzen<\/p>\n<p align=left>\nich werde also nicht verstanden. obwohl wir doch eine ge-<br \/>\nmeinsame sprache sprechen. das ist, wie ich finde, sehr<br \/>\nbedauerlich. es tragisch zu nennen, w\u00e4re in der beurteilung<br \/>\nsicher in wenig hoch gegriffen. aber h\u00e4ngt das verst\u00e4ndnis<br \/>\nvon sprache nicht im wesentlichen mit dem unbeschr\u00e4nkten<br \/>\ngebrauch derselben zusammen? (auch wenn sie aus der<br \/>\nmode gekommen sind, wage ich begriffe wie &#8218;\u00fcbung&#8216; und<br \/>\n&#8218;freies spiel&#8216; anmerkend einzuwerfen)<\/p>\n<p align=left>\nmit der zunehmenden verf\u00fcgbarkeit von mobilen telefonappa-<br \/>\nraten &#8211; auch in gew\u00f6hnlichen bev\u00f6lkerungskreisen &#8211; wurde<br \/>\ndie anzahl \u00f6ffentlicher telefonzellen vermindert. was mit einer<br \/>\nderart starken abnahme der pr\u00e4senz von telefonb\u00fcchern ein-<br \/>\nherging, dass sie inzwischen zu den begehrtesten sammel-<br \/>\nobjekten in buchantiquariaten z\u00e4hlen. ja, wirklich<\/p>\n<p align=left>\nwas ich damit sagen will? dass den meisten damit das letzte<br \/>\nst\u00fcck lesestoff ausgegangen ist<\/p>\n<p align=left>\neine verschw\u00f6rung, vermuten wir vage aber zurecht, des sys-<br \/>\ntems, da uns, den verst\u00e4ndlicherweise miserabel schulgebil-<br \/>\ndeten kindern dieses systems, nicht viel mehr bleibt als vage<br \/>\nvermutung. aus dieser unwissenheit, unserem archaischen<br \/>\nwunsch nach einer \u00fcberschaubarkeit unseres lebensraums<br \/>\nund dem heimlichen wunsch nach dem gl\u00fcck b\u00fcrgerlicher be-<br \/>\nscheidung hat sich das denken zunehmend beschr\u00e4nkt auf<br \/>\nkurze formeln, das fordern beschr\u00e4nkt auf die parole, die in<br \/>\nihrer sprachlichen verengung auf die halbe breite einer aldi-<br \/>\nt\u00fcte passt oder auf einen farbigen ansteckbutton. in schwarz-<br \/>\nrot. oder schwarz-gr\u00fcn. oder schwarz-pink. oder schwarz-<br \/>\nlila &#8230; ich will hier keine momentane vorliebe unbeachtet las-<br \/>\nsen, um mich nicht dem vorwurf der sexistischen, rassisti-<br \/>\nschen oder sonstwo gelagerten missachtung auszusetzen<\/p>\n<p align=left>\ndenn wenn schon alle inhalte fehlen, ist doch die &#8218;politische<br \/>\nkorrektheit&#8216; ein wert in der werteentbl\u00f6ssten gesellschaft. o-<br \/>\nder soll ich erweiternd sagen &#8218;parallelgesellschaft&#8217;&#8230;? aber<br \/>\nwenn ich das tue, mache ich ein neues diskussionsfeld auf<br \/>\nund ich habe doch schon viel zu viel gesagt, nach dem ge-<br \/>\nschmack der buttontr\u00e4gerInnen, der aldi-t\u00fcten-leserInnen<br \/>\nund sowieso dem gros der weblog-konsumentInnen: ich re-<br \/>\nde zuviel. und alles nur, weil ich die worte liebe<\/p>\n<p align=left>\nautsch. das war gemein. geradezu b\u00f6sartig. ich erkenne mei-<br \/>\nne schuld an, ziehe r\u00e4um\u00fctig die schwarze kapuze ab oder<br \/>\ntiefer in die stirn und flehe hiermit bei den wenigen um verge-<br \/>\nbung, die ich ungerechtfertigterweise beleidigt haben k\u00f6nnte<br \/>\n&#8230; und fordere sogleich &#8218;freiheit in den kopf&#8216; &#8211; denn dort, wo<br \/>\nan ihr mangelt, ist sie zu fordern &#8211; wissend, damit viele vor<br \/>\ndas gleiche ding zu stossen, die zuallererst &#8218;freiheit f\u00fcr die tie-<br \/>\nre&#8216; fordern, rufen, schreien &#8211; unter kapuzen<\/p>\n<p align=left>\nmuss ich abschliessend erw\u00e4hnen, dass dieser kommentar<br \/>\nin der sparte &#8217;satire&#8216; abzuheften ist? und ist es noch notwen-<br \/>\ndig ausf\u00fchren, warum meine artikel nicht verschiedenen &#8218;cate-<br \/>\ngories&#8216; zugeordnet werden, obwohl das in weblogs allgemein<br \/>\n\u00fcblich ist? bitte &#8211; bitte !!! &#8211; antwortet jetzt mit einem kraftvollen<br \/>\n&#8217;nein&#8216;. dann w\u00e4re ein erstes ann\u00e4hern erreicht und die gemein-<br \/>\n same sprache h\u00e4tte wieder einen sinn<\/p>\n<p><\/font><br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vorweg eine warnung an die durchschnittlichen weblogleser- Innen: der nachfolgende artikel ist wortreich und weitschwei- end, behandelt in rasanter folge unterschiedliche themengebie- te und ist, kurz gesagt, f\u00fcr unge\u00fcbte viel zu lang. ich entschul- dige mich hiermit bei ihnen und verspreche dem\u00fctig, morgen wieder das gewohnte in leicht verdaulicher qualit\u00e4t zu liefern &#8222;einige antispeziesistische schwarzkapuzis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-432","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=432"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/432\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16190,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/432\/revisions\/16190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=432"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=432"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.peryton.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}