Archive for April, 2005

[ konzert: 05. mai 2005 ]

Donnerstag, April 28th, 2005

05. mai 2005

‚heizhaus‘
harsdorfer strasse 33b
magdeburg

beginn: ca. 20:00

eine alternativveranstaltung zum patriarchalen ‚herrentag‘, organisiert von der magdeburger frauengruppe

es spielen der liedermacher stefan frey (magdeburg), der rapper albino (kiel) sowie peryton & die dritte band (überall/magdeburg)

peryton & die dritte band spielen in neuer besetzung:
reiner trautmann/saxophon, malte pelzer/bass, rajmund barborka/e-gitarre, georg hemprich/gesang, gitarre

.. natürlich werden peryton & albino wieder einen gemeinsamen programmteil bringen … und als weiteres schmankerl kann ich die uraufführung des neuen chansons ‚feuer und rauch‘ versprechen …


[ besse en chandesse ]

Donnerstag, April 28th, 2005

eines meiner stücke aus dem ‚archiv‘ – bereits 1987 geschrieben – hier in einer aufnahme von anfang februar 2005 in peter griggs’ büro, als arbeitsgrundlage für eine klassische bearbeitung

‚besse en chandesse‘ (ogg; 4,3mb)


[ in den seitengassen ]

Mittwoch, April 27th, 2005

noch ein bonbon zum verkürzen der wartezeit: eine atmosphärenvolle liveaufnahme, aufgenommen am 13. mai 2002 in den räumen der kieler künstlerInnengemeinschaft ‚k34‘. die gitarre schnarrt, die finger klopfen knallend gegen das mikrofonkabel, im hintergrund purzeln bierflaschen und ich war hörbar erkältet, an diesem abend … wieder etwas für peryton-‚puristInnen‘

‚in den seitengassen‘ (ogg; 4,2mb)


[ feuer und rauch ]

Dienstag, April 26th, 2005

baba jaga
 

gelegenheit macht diebe, sagst du
gelegenheit macht diebe, schau
nich viel, was ich genommen hab
nimm es zurück zu dir

aber hör doch, es ist ganz anders
alles ist ganz anders

die luft riecht nach dir
nach feuer und rauch
du, ich bleibe besser hier
das willst du doch auch

aber hör doch, sagst du, es ist
ganz anders, alles ist ganz anders

wenn der mond sich füllt, bin ich wieder fort
wenn der mond sich füllt, bin ich auf dem weg
wenn der mond sich rundet, bin ich abgehaun
so ist es immer

du, da draussen, da ist der alltägliche krieg
ich suche eine höhle für die nacht
wirf deine brennenden bälle in den himmel, sag:
das ist die sonne, bitte, bitte, bitte, sag:
das sind die sterne, bitte sag:
das ist meine seele, das ist mein haus

aber hör doch, es ist ganz anders, sagst
du, alles ist ganz anders

wenn der mond sich füllt, bin ich wieder fort
wenn der mond sich füllt, bin ich auf dem weg
wenn der mond sich rundet, bin ich abgehaun
so war es immer

und die luft riecht nach feuer, die luft riecht nach rauch
die liebe riecht nach mörtel, die freiheit nach benzin
wenn der mond sich rundet, bin ich irgendwohin
so ist es immer

ja, die luft riecht nach feuer, die luft riecht nach rauch
die liebe riecht nach steinen, die freiheit nach blei
wenn der mond sich rundet, bin ich nicht mehr dabei
so ist es immer

aber hör doch, es ist ganz anders, sagst du
alles ganz anders

die luft riecht nach feuer, und die luft riecht nach rauch
die liebe riecht nach hafen, die freiheit nach dem meer
wenn der mond dich blendet, bin ich nicht mehr hier
so war es immer. so war es immer

gelegenheit macht diebe, sagst du
gelegenheit macht diebe, schau her
nich viel, was ich genommen hab
nimm es zurück zu dir

und ich frag dich
und ich frag dich
und ich frag
warum
 

nachtrag:

‚feuer und rauch‘ (premaster april 2006) (ogg; 4,5mb)

‚feuer und rauch‘ (live am 04. august 2007) (mp3; 4,6mb)
 

foto: darmstadt, 23. april 2005


[ zwischen uns die jahre ]

Montag, April 25th, 2005

ein nachtrag:
der anfangstitel unserer cd ‚gestern war es‘

‚zwischen uns die jahre‘ (ogg; 4,5mb)

so war es. genau so. damals


[ baba jaga ]

Freitag, April 22nd, 2005

geweckt
vom klopfen meines eigenen
herzens: du wirst nein sagen

es ist nicht schlimm
ich werde allein fahren
wie gewohnt

(es ist schlimm)

wenn wir uns sehen
stellst du meine welt
in fragen

(die zeit reicht für den abschied)

ich werde alleine fahren
(natürlich werde ich fahren)
wie gewohnt


[ welten und brände ]

Donnerstag, April 21st, 2005

in der nacht weckt mich das fieber
mit hitze und frost; in mir brennt
die flucht vor dir weiter, flammt
mich aus, durchlodert meinen
eukalyptuswald, bewahrend im
verderben; morgen werde ich
die aufgesprungenen früchte
zusammentragen, eine neue
welt für sie erfinden, zärtlich
sie lieben wie jedes unserer
ungeborenen
kinder


[ kreuzwege ]

Mittwoch, April 20th, 2005

deutschland hat einen neuen führer. auf italienisch fragt
er von der empore herab „wollt ihr den heiligen krieg?“. sie
jubelt, die masse unter ihm. nein, er hat nicht gefragt

bevor das radio abzuschalten ist, bin ich schmerzhaft
besudelt von kirchenkotze und benediktinischem fluch

die sonne steht gelb im westen über markranstädt, als
ich zur autobahn abbiege, aus jener stadt fliehend, in
der mein herz das schlagen vergisst: nach einer stunde
sprang die katze aus den verwundenen schatten, durch-
schrie meine gedankenstille, sie legte ihre hände auf
meine schultern, dass ich den kopf von den knien riss:

niemand. brachte mein herz zum stehen

der wind bliess eine fontäne schräg über den teich, die
sonne wärmte nicht. kleine kinder, haarige hunde und
der geruch von verbranntem fleisch auf holzkohlefeuern
zogen über das kurzgetretene rasengrün

wenn meine sehnsucht einen namen trägt, so ist es

deiner


[ carpe diem (4) ]

Sonntag, April 17th, 2005


 


 

– tresenschach –
 

fotos: ‚carpe diem‘, tangermünde, 26. märz 2005


[ carpe diem (3) ]

Sonntag, April 17th, 2005

– eastern star –
 

foto: sven ‚grässi‘ grasmann im ‚carpe diem‘
tangermünde, 26. märz 2005


[ echt ]

Sonntag, April 17th, 2005

wenn es warm und sandig durch die zehen drückt
kühles grün zwischen morschen stengeln, das auge
zeichnet nach, das ohr saugt ein, was wiederklingt
so lieg ich mittendrin, eine nase fragt schüchtern
blasend nach meinem befinden: so ist es echt

berteroa incana, spricht es und senecio viscosus
bis ich der stimme in mir den mund verbiete: das
war vorgestern. wechselkröte … still. es ist; das ist
genug. ein tag nur für mich, unerreichbar ganz am
rand, weiss ich, dass übermorgen schon der lärm
um mich unerträglich ist

sorg dich nicht, weiche nase, ich liege nur. sterben
ist woanders, nicht heut

eine wolke schiebt sich über den himmel und
schaltet die wärme ab, für einen augenblick


[ carpe diem (2) ]

Samstag, April 16th, 2005

– ablenkung –
 

heute dagegen: nichts los. aber wenigstens
ist die musik gut, sagt grässi
 

foto: ‚carpe diem‘, tangermünde, 26. märz 2005


[ carpe diem (1) ]

Dienstag, April 12th, 2005

– nachttresen –
 

sven ‚grässi‘ grasmann ungewohnt still hinterm
tresen, hinterm glas versteckt, links hängt ein gast
in grün, rechts will ein gast berauscht und glücklich
den andern füttern mit bier, zum zeichen grosser
freundschaft. oder so. vielleicht dies noch: es war
schon spät, an jenem abend
 

foto: ‚carpe diem‘, tangermünde, 26. märz 2005


[ internetcafé ]

Dienstag, April 12th, 2005

‚wenn wir uns nicht verabreden, sehen wir uns eher‘
– genau. so ist es viel freier, spontan, ohne bürokratie
und nerv und kram. eine schöne nacht war’s. eng
aber schön. eng und schön. und dann hab ich
geträumt, wir hätten musik gemacht, zusammen
mit thomas vallentin ‚in jedem stück‘ aufgenommen

von ‚deinem‘ hund hab ich geträumt (eh klar, gell:
ein lebewesen ist kein besitz; glück und fluch der
freiheit), der traurig war, weil ohne dich, der mit-
kommen wollte mit mir, deshalb. na, stell dir das
mal vor: mit mir. wo ich doch immer alleine reise

aber du, freund, du bist doch zuhause. also kümmere
dich, bitte, um das herzschwere vieh

du kriegst bald einen brief, du bald ein neues foto
und
du sei nicht so ungeduldig: ich bin doch schon
fast unterwegs zu euch


[ … und grüsse zurück ]

Montag, April 11th, 2005

bin in … angekommen, freue mich auf einen tag
pause. morgen. sagte ich, ich wäre müde, würde
ich lügen: umfallen könnt ich

j., es ist schon ok, mit den fischen; hier gibt es
keine (gut so)

h., angst bringt nix – ausser noch mehr angst;
wozu also?

t., du wirst mich halbtot finden, aber das ist
schon in ordnung so

an die magdeburger crew: danke für die wun-
derbaren proben am vergangenen wochenende

an die glückwunschsenderInnen: ich hasse ge-
burtstage, vor allem aber meinen eigenen. ihr
konntet das nicht wissen; lasst es bitte, beim
nächsten mal. dieses eine mal sei’s noch ge-
dankt … und verziehen