Archive for 2004

[ konzertlob. konzertfotos ]

Freitag, Dezember 31st, 2004

weil mir auf die schnelle keine besseren worte einfallen, unseren herzlichen dank an die veranstalter sowie das publikum in tangermünde und magdeburg – und als externes stimmungsbild den gästebuch-eintrag von ‹enfant terrible‹ sebastian

enfant terrible 30.12.04 15:15
( / webseite)

Hallo Georg,
Es tut mir aufrichtig Leid, dass wir schon gehen mussten, Kathas Eltern haben gestresst, weil sie das P7 nicht gefunden haben und so, naja war schade, aber es war Sagenhaft, richtig genial ^^ . Also ja das wollt ich noch los werden, Sehr schöne Show!!
grüße
Sebastian

danke schön. euch allen. auch für die vielen lieben grüsse

ach, das noch: jens grubert hat die ersten fotos ins netz gestellt … fotos vom konzert in tangermünde (28. 12. 2004)


[ konstellation raum klang ]

Sonntag, Dezember 26th, 2004

– spiel drei ohne vier –
 

von rechts nach links:
martin «malte» pelzer (bass)
reiner «kanne» trautmann (saxophon)
georg hemprich (gitarre, gesang)

 

foto: jens grubert ©. magdeburg, 19. dezember 2004


[ saitenblick ]

Samstag, Dezember 25th, 2004

– peryton beim proben –
 

foto: jens grubert ©. magdeburg, 19. dezember 2004


[ close to peryton ]

Dienstag, Dezember 21st, 2004

– close to two eyes closed –
 

paparazzi-shot: thomas vallentin©
berlin, 01. november 2004


[ … und ein nachsatz zur zeit ]

Montag, Dezember 20th, 2004

ein ‹danke›, dir, für diesen langen brief. ja, ich
versteh nun besser. (ausserdem liebe ich ‹band-
wurmsätze›, wusstest du das noch nicht?) sicher
gibt es parallelen zwischen diesen geschichten
– (aber) ich arbeite (noch) an meinen eigenen

erhol dich mal wieder gut von deinem ‹psychisch-
en muskelkater› und verzeih bitte den spott des
unwissenden

und ein ‹danke›, dir, ebenfalls ans entgegenge-
setzte ende dieser jammervollen republik, für
deinen gruss, der auch diesmal wieder so spät
zu mir kam. schwer, darauf zu antworten; es lie-
gen so viele wege zwischen uns, so viele reisen
aneinander vorbei. so viel warten

den gruss an dich schicke ich dir in den schnee
der berge hinterher. du weisst schon, den wei-
chen, der schwer von den ästen fällt …

und wenn du den mond aufgehen siehst, schaust
du direkt in meine augen. es braucht nicht mehr
als den gemeinsamen gedanken, alle entfernung
der welt zusammenschmelzen zu lassen, wie
schneestaub auf den federn des weissen
habichts, da es ein frühlingsmorgen wird, zu tau

nachsatz

heute wurde die deutsche folter zu einer baga-
telle herabgeurteilt. weil sie gar nicht so heisst;
und weil sie auf ‹ehrenwerten motiven› gründet

nicht viel neues, an dieser neuigkeit, denn das
wussten wir schon: sie steht ganz rechts, die
ewige deutsche leitkultur

=> link: indymedia, 20.12.2004 < =


[ ein ganz normaler sonntag ]

Sonntag, Dezember 19th, 2004

– peryton & die falken –  

proben mit den magdeburger ‹falken› und fotoses-
sion mit jens grubert. alles wie immer, alles normal

gelogen. ein fast normaler sonntag. wäre da nicht
der kater vom vorabend, der laut und wunderlich
schnurrt. schlimmer noch: der schnurrt und schunkelt

wie?

nein, seinen namen gibt er nicht preis
 

foto: jens grubert ©
magdeburg, 19. dezember 2004


von rechts nach links: martin «malte» pelzer (bass)
georg hemprich (gitarre, gesang), reiner «kanne»
trautmann (saxophon), hendrik may (e-gitarre)


[ mondszene, unterwegs ]

Freitag, Dezember 17th, 2004

am himmel gen sachsen und anhalt
sah ich das mondschiff sinken
es reckte sein güldenes heck steil auf
vertiefte sich zwischen den wolken

die szene schloss mit schwärzester nacht
sein abgang blieb lautlos, ohne applaus
blieb weithin unbemerkt; doch mir
mir starb gestern das mondschiff dahin

am himmel gen anhalt und sachsen


[ time-out ]

Mittwoch, Dezember 15th, 2004

– erster schnee. time-out –
 

mein halten überhöht, vielleicht
ja, vielleicht. eine
möglichkeit
eine möglichkeit
dennoch bin ich es, die dich
sah: gross und klein

du malst mit farben, die mir leben sind
 

foto: leipzig, 19. november 2004


[ lizenz zum töten? ]

Dienstag, Dezember 14th, 2004

am morgen des 15. dezember 2004 fuhr in der nähe von buchholz (niedersachsen) ein atomtransport trotz vorheriger warnung nahezu ungebremst in eine barrikade aus ästen und zweigen (link: castorblockade 15-12-2004). dadurch wurde die zugmaschine leicht beschädigt und für etwa 2 stunden an der weiterfahrt gehindert

stoppt der lokführer eines atomtransportes nicht, obwohl in ausreichendem räumlichen abstand internationale stoppsignale gegeben wurden, obwohl die praxis demonstrativer ankettblockaden bekannt ist, ist eine gefährdungsabsicht – sogar eine tötungsabsicht – nicht auszuschliessen

« c’est le nucléaire qui l’a tué »(l’est republicain, 09-11-2004)

zur erinnerung: am 07. november 2004 wurde der atomkraft-
gegner sébastian briat nahe nancy (frankreich) von einem
castortransport überrollt und getötet

[ tristesse (1) ]

Montag, Dezember 13th, 2004

– ganz am rand: tristesse –
 

foto: oderbruch, 03. dezember 2004


[ ein flüchtiger bekannter. liebenswert ]

Montag, Dezember 13th, 2004


 

lass fallen

ein blick reicht sicher nicht
vielleicht erschreckt er sich, der
schrecke. möglicherweise: eine
flüchtige bekanntschaft. ein echter
macho, haarig. manchen riecht er
streng, durchaus; aber: zum verlieben

ein vorteil, ein nachteil: sein
steter wunsch nach freiheit
nach liebe, grenzenlos

lass fallen
 

foto: 03. dezember 2004


[ 11. 12. 2004 – 23:19 ]

Samstag, Dezember 11th, 2004

ja, vielleicht lag alles daran, dass ich heute morgen
falsch geweckt wurde. und falsch angeschaut. minu-
tenlang besprochen. zum kotzen: wenn im kopf noch
melodien und bilder jagen – nicht zu ertragen. der
einzige lärm darf dann mein eigener sein

sagt da wer, ich sei egoistisch?
selbstbezogen??
egozentrisch???

richtig

in den städten geborgen, auf dem land zuhaus – und
momentan gefangen in der winterkälte: abhauen will
ich

und deswegen hast du, leider, dies gejammere abge-
kriegt. aber ich konnte es einfach nicht anders sagen
… schlimm?

sag einfach: es ist gut – und morgen wache ich anders
auf. zumindest will ich es versuchen


[ hirnringend. unoriginell ]

Samstag, Dezember 11th, 2004

dies wäre das einzig angemessene weihnachtsgeschenk von
mir an dich, sofern ich weihnachtsgeschenke machte. und
sofern ich deine anschrift hätte

einen ganzen armvoll klopapier, geklaut in deutschlands ober-
sten bildungsetagen: eine rolle aus der heidelberger universi-
tät (ist schon bereitgelegt. ernsthaft), aus der marburger uni
(früher rot, heute … die uni, meine ich: liegt in drei tagen nahe
meiner reiseroute), aus der kieler uni (das wäre vor weihnach-
ten noch knapp zu schaffen), aus der magdeburger uni (kurz
nach dem gipfel der konsumextase, aber bestimmt im rahmen
der toleranz; geschenke umtauschen geht ja auch fast bis
ostern (zurückgeben, übrigens, über jede frist hinaus)). das
hygienepapier der leipziger universität würde die ganze aktion
sicher bis ins neue jahr und damit in die unverständlichkeit
hinein verzögern

du hast recht: insgesamt kein origineller gedanke

aber ich mache gar keine weihnachtsgeschenke. nicht mal an

… dich

nein, das ist keine sonderform der beschwerde, da du dich nicht
meldest. es ist ein empörter aufschrei. viele leute (die meisten?)
sind mir schlicht egal – von manchen aber wünsch ich ständige
beachtung. ich kriege sonst anhaltend schlechte laune. ehrlich


[ konzerte im dezember 2004 ]

Donnerstag, Dezember 9th, 2004

«peryton goes rock» – special guest: «mc albino»

28. dezember
– 20:00 uhr –
tangermünde
«grete-minde-saal» (lindenstrasse 11)

29. dezember
– ca. 19:00 uhr –
magdeburg
otto v. guericke universität

(konzert im rahmen des jugendumwelt-
kongresses ‹jukss› – nähere infos hier)

georg hemprich (gesang, gitarre)
hendrik may (e-gitarre)
„malte“ martin pelzer (bass)
«kanne» reiner trautmann (saxophon)
& matthias „mc albino“ albrecht (rap)

nachtrag: das konzert am 27. 12. 2004 im ‹bluenote›
(lessingstrasse 20, magdeburg) musste leider aus
technischen gründen abgesagt werden


[ und weiter ]

Dienstag, Dezember 7th, 2004

hier ist alles erledigt: gestern «unter der asche»
aufgenommen, heute die probe mit ‹mc albino›

gleich treffen wir uns nochmal zum essen, als
einen vegan-genüsslichen abschluss

zuletzt eine glutheisse dusche und weiter, wie immer:
tür, treppe, autobahn …

… pssssssssssssssssssssssst?!
danke für die kraft, die zärtlichkeit, die du mir in den letzten tagen
gegeben hast … auf den tagebucheintrag
‹peryton – sexed›
hab ich mit leichtem bedauern verzichtet. vorerst


[ one-hand-solution ]

Dienstag, Dezember 7th, 2004

– oder – [ feuerwerk am platz des himmlischen friedens ]

mit verlaub, zahnkranke bademeisterin, diese art von ‹fanpost› eignet sich
– leider – nicht zur veröffentlichung, obwohl die zeichnung eigentlich lustig ist

lieber dies. keine fanpost; eher private nachhilfe in alltagsphilosophie:

will ich einen weihnachtsbaum oder nicht? silvester könnte der im weg stehen, aber falls wir das wie immer machen, muss einer dasein. außerdem sieht er ja auch schön aus und vor einem weihnachtsbaum haben viele ja sowas wie respekt. zumindest wird er großräumig umgangen

ich liebe deine salamandrische logik, habe ich dir das schon mal verraten, lachskopf?

mein vorschlag zur erleichterung deiner entscheidungskrise: die one-hand-solution am platz des himmlischen friedens. natürlich muss ein baum her, mitten hinein gestellt ins wohnzimmer, hübsch geschmückt mit ‹kanonenschlag› und ‹chinaböller’°. bis weihnachten wird ordentlich drum herum gegangen, dann wie gewohnt zur rechten zeit (und) falsch gesungen, dann endlich (endlich!) … sprengen, das teil, an silvester: ein feuerwerk der glückseligkeit. damit ist auch die gleichzeitige eliminierung von folgeproblematiken wie zunehmende kontamination des wohnzimmerteppichs durch trockene baumnadeln und die spätere entsorgung der peinlichen installation gesichert

brauchst du vielleicht noch tipps zum weihnachtsbraten? falls gewünscht, mache ich mir hierzu noch ein, zwei helfende gedanken. damit das lügenfest auch diesjahr wieder ein voller erfolg werden kann

° damit liegst du treffsicher im geschmack der zeit: seit obermichel schröders ungehemmtem reisen ist china wieder top en vogue, pekings ‹platz des himmlischen friedens› nicht mehr als eines der reiseziele des wachsenden westtourismus. brandaktuell, sozusagen: böller statt brot. ‹daimler-crysler› statt menschenrechte … hat da jemand ’siemens› gesagt? stimmt; wie konnte ich vergessen dies synonym für erfolgreichen deutschen neoliberalismus: menschenrechte? menschlichkeit? umweltschutz?

scheiss egal. frömmelnde weihenacht, allerorten

… kotzt da wer?


[ kein oktoberklub ]

Dienstag, November 30th, 2004

– oder – [ ganz toll goethe ]

im rahmen der soldatischen grundausbildung sollen in vier innerdeutschen kasernen rekruten bei fingierten geiselnahmen gequält worden sein – mit fesselung, zigarettenglut, mit stromstoss … wie ein bundeswehrsprecher gegenüber dem ’spiegel› angab, habe sich von den betroffenen rekruten keiner offiziell beschwert

verteidigungsminister struck, oberster ’staatsbürger in uniform›, gibt sich sensibel und erschrocken. er denkt in uniform, also in schmaler kopfschublade, schiebt das übel ehemaligen afghanistankämpfern zu, die nun in deutschland … das böse kömmt immer von auslandshalb. der oberste stahlhelm wird die inspekteure der bundeswehr ‹einbestellen›, dann weiterdenken über neue aufgaben für die ‹ksk – kommandospezialkräfte› und für den ‹bgs – bundesgrenzschutz›. so richtig stört sich niemand dran. rechtfertigend: von den betroffenen rekruten hat sich keiner offiziell beschwert

soldaten sind mörder – das ist en vogue seit tucholsky. soldaten sind zum töten da und lernen töten. das ist bekannt. soldaten sind zum sterben da – drum lernen sie sterben. das ist normal. von den betroffenen rekruten hat sich keiner offiziell beschwert. normal. die bundeswehr ist kein oktoberklub; da wird nicht gesungen, da wird gequält. nicht ‹misshandelt›, nein. gebt dem kind seinen richtigen namen: da wird gefoltert. das gehört dazu, zum echten mann: schmerzen geben, schmerzen nehmen. kein oktoberklub. von den betroffenen rekruten hat sich keiner offiziell beschwert

aber wo sind die frauen? keine schlacht wird ohne die frau geführt, die den krieger schickt – oder nicht zurückhält. ich vermisse immer noch die eine frau, die endlich und öffentlich ihre verweigerung kund tut: nein, männer, ich mache nicht mir. weder als soldatin, noch als sanitäterin, nicht als fahrerin oder frau, noch als geliebte. ich warte vergebens, seit den jahren meiner eigenen kriegsdienstverweigerung

von den betroffenen rekruten hat sich keiner offiziell beschwert. von den betroffenen frauen auch nicht. die kriegen nach der bundeswehrgrundausbildung einen kaputten typen zurück – und keine merkt was. aber wie kann das sein? vielleicht ist das überhaupt das schlimmste?

vielleicht ist das überhaupt das schlimmste: dass kein mensch irgendetwas merkt. vorgeblich. normaliteutsch ist: kein mensch merkt nix

das oberste stahlhirn wird also die inspekteure der bundeswehr ‹einbestellen›. dann wird er weiterdenken über neue aufgaben für seine sondergeschulte mördertruppe ‹kommandospezialkräfte›: deutsche ledernacken warten auf heldentaten in der ferne. neue aufgaben für den ‹bundesgrenzschutz› – jene quasimilitärische einheit, die derzeit noch die polizei verstärkt – aufgaben im ausland, selbstverständlich. und die bundeswehr muss endlich, endlich geleitschutzdienste leisten für die nächsten atomtransporte

warte, warte nur ein weilchen, dann … ist erstmal weihenacht. deutsche spielzeugpanzer überrollen unter dem lichterbaume das weite kurdistan, speien knatternd spielzeugfeuer in den weihnachtshimmel, kinderaugen leuchten stahlblau, sehnsuchtsvoll, kometengleich

ihr seid schwer kaputt. alle. kaputtland, aber ganz toll goethe


[ trost ]

Montag, November 22nd, 2004


unaufhaltsam steigst du zu meiner favoritin auf für
den preis ‹liebster trost des jahres›

«warum vergessen das schönste gefühl, das ein mensch
haben kann. was wird sonst aus deiner musik … bis dahin
laß es liebe sein»

merci …
vielleicht schreibst besser du in zukunft die texte für
mich. der anfang, jedenfalls, war schon bravourös


[ normaltag, weiter ]

Samstag, November 20th, 2004

ein tag, der sich normal gebart
ich spiele mit und scheine so, als ob

scheinwelt, normal

offenbach, voice-redaktion


[ verzeih mir, zitronenwal ]

Freitag, November 19th, 2004

eingestiegen durch das offne fenster, um
einen blick auf deine zurückgehaltnen farben
zu stehlen, gleich dem dieb

ich konnte nicht ertragen, was ich sah: die
spur des erinnerns war nicht zu verwischen. so
nahm mich meine sehnsucht an der hand und
hiess mich fliehn

wie ein dieb