Archive for Oktober, 2010

[ verschoben! «buch am see», 17.12.2010 ]

Donnerstag, Oktober 21st, 2010


 

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achtung änderung:
die veranstaltung ist krankheits-
bedingt verschoben auf den
17. dezember 2010
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peryton singt, liest und spielt unplugged

19. november 2010
«buch am see»
schulstrasse 9, 88085 langenargen
beginn: 19:30 uhr
 

[ download plakat (pdf) ]


[ faire le bilan ]

Dienstag, Oktober 19th, 2010

am ende also werden eure bemühungen aufge-
rechnet um die deutung meiner träume, bis sie
keine spur mehr aufwiesen, bis die farben eure
und eben falsche farben waren, bis ich blind
war für das eigene bild und taub gegen die in-
neren stimmen. beinahe, jedenfalls, wäre euch
all dies gelungen. aber wieviel zeit habt ihr ge-
braucht, aufgewendet, eingesetzt bis die mau-
erfugen glattgestrichen waren mit dem lehm
eurer worte und mit mörderischen schlägen?

am ende, eben, wird abgerechnet, nicht wahr?

ja, ihr seid die kinder einer besonderen zeit, ich
weiss das wohl, einer zeit, die den belehrenden
zeigefinger der geschichte voran getragen be-
kommt, einer vergangenheit, aus der wir alle ge-
lernt haben wollen oder sollen, heute. nur: was?
 

in neuen träumen kippe ich heute eure grab-
steine zur seite, reisse ich mit den umstürzen-
den sockeln die erde eurer grabesruhe auf, ich
bringe mein entsetzen, meine wut ans licht, in
eure alltagsruhe, bringe die unstimmigkeiten
jener jahre nach oben, die nie aufgehört haben
in mir zu singen, zu sprechen, in mir zu schrein

und in trotzenden farben schreibe ich auf die
gestürzten steine «ihr seid nicht besser gewe-
sen als all eure nachbarn» und «kinderschänder»
und «liebe ist weniger schmerzvoll als ein fres-
sender tod»; schreibe ich in der hoffnung, dass
meine wut kleiner wird mit dem ausatmen da-
nach und mit dem aufschrei der anderen, die
sich gestört fühlen werden und die moral anru-
fen werden oder das gesetz; all das zählt mir

nichts
 

ich habe euch die roten korrekturstifte meiner
kindheit aus den händen genommen, habe auf-
gehört zu schweigen, ich habe hören gelernt
und hinschauen, selbst wenn das weh tat. und
ja, ja, ich habe sogar irgendwann lieben gelernt

am ende also werden eure bemühungen aufge-
rechnet um die deutung meiner träume, damals

am ende also sage ich euch, dass keine rech-
nung mehr offen ist, von meiner seite, dass ich
euch nichts schuldig bin, dass ich das mir zuste-
hende nie in dem masse bekommen habe wie
es angemessen gewesen wäre; aber dass ich
euch die schulden erlasse, weil ihr doch nur die
schrecklichen kinder schrecklicher zeiten gewe-
sen seid: auf ewig fort und niemandes vorbild
 

hört ihr? auf ewig fort, niemandes vorbild – und
verachtung zu spüren ist mir durchaus erlaubt


[ glückwunsch, karl-heinz neudel! ]

Montag, Oktober 18th, 2010

sechzig jahre alt ist er geworden. und dass
ausgerechnet ich – der «schräge typ», der
«bunte vogel», wie er laut zu sagen pflegt –
zu der illustren menge geladener gäste ge-
hören durfte, finde ich ebenso anrührend
wie seine kurze, tränenerstickte dankes-
rede an seine wegbegleiterInnen durch be-
wegte jahre. danke, karl-heinz neudel, für
deine innovativen ideen im instrumenten-
bau, deine jugendliche offenheit, dein künst-
lerisch-handwerkliches einfühlungsvermögen
in jede gewünschte verrücktheit – oder eben
unbedingte notwendigkeit -, deine begeiste-
rung für und auch toleranz gegenüber der
vielfältigkeit deines musikalischen klientels

und ganz besonders, ganz persönlich auch
mein dank für deine herzliche freundschaft!


[ kunst im dialog II ]

Sonntag, Oktober 3rd, 2010

«ansichten»

sebastian harwardt stellt aus, peryton spielt

05. oktober 2010
«kreissparkasse»
lange strasse 67/68
39590 tangermünde
beginn: 18:30 uhr