[ inkonsequenz liegt in der familie ]

 


«du kannst doch nich «peryton kommt zurück», dann
aber nur so 1/2-jährlich mal’n grüßchn oder ein
«na gut dann halt» schreiben»
(kommentar von tjona)

 
 

na hör mal, tjona. inkonsequenz liegt in der (soll heis-
sen: meiner) familie. leider. wär ich konsequent, müs-
ste ich ja permanent schreiben «jetzt ist schon wieder
was passiert.» und hätte damit schamlos den wolf haas
zitiert (den mit den brenner-romanen. kennst du sicher;
weil für angehende linguistik-professorinnen geradezu
ein muss. sprachlich gesehen. haha. kennst du natürlich
nicht, weil krimi ist ja keine literatur. nicht richtig. find
ich aber schon. ungefähr so geht das auch beim bren-
ner, nein, beim haas, nur halt auf österreichisch… das
eben mal kurz abgeschwiffen; autsch, frau prof in spe!)

 

vielleicht sollte ich gegen den kulturkropf gema (ver-)
stossen und einen vivaldi-titel hochladen, in einer ein-
zigartigen version mit dem jazz-flötisten jiří stivín an-
fang der achziger jahre eingespielt (°), weil mir die nicht
mehr aus dem kopf gegangen ist, nachdem sie mir beim
proben irgendwie wieder da hineinkam. so sehr, dass
ich mir die originalaufnahme auf langspielplatte (für
die jüngeren leserInnen: vinyl) besorgt habe, die aus
meiner sammlung irgendwann verschwand … und ernst-
haft: ich überlege, das ‹cantabile› selber mal zu spielen

 

wie, tjona, soll ich das den leuten verständlich machen:
der peryton kriegt die gichtigen finger nicht mehr aus-
einander und will da einen vivaldi herauskrampfen ..?

 

zwischen dem träumen und dem tun schlafen welten

 

 


(° – antonio vivaldi, sechs flötenkonzerte. konzert nr. 3
in d-dur, rv 428, ‹il_gardelino›. allegro, cantabile, allegro
– jiří stivín und das slovakische kammerorchester prag)

 

6 Responses to “[ inkonsequenz liegt in der familie ]”

  1. tjona sagt:

    *uhhhh* nee, mein lieber!

    ich hör erst auf zu nörgeln, wenn du lieb zu den wundervollen komposita der deutschen sprache bist und perytonklingeltöne, linguistikprofessorinnen, vivaldititel und so weiter hübsch unleserlich schreibst ;)

    (linguistischer übermut….) <3 :-*

  2. peryton sagt:

    ja, richtig, die sippenhaftung! :)

    und damit du nicht weiter nörgeln musst – einer der peryton-klingeltöne ist hier zu finden:
    http://www.webstreams.de/~peryton/peryton_handy-klingelton01_free.mp3

    (hättest du weiter unten – rechts – auf der blog-seite auch selber sehen können, sofern … nach weiteren such ich noch mal, hab jetzt aber keine zeit mehr dafür. später, sag ich, wie so oft… und: versprochen, tjona!)

  3. tjona sagt:

    vergangenheitsreisen können schön und müssen nicht immer «..lecke nicht die alten wunden, freund…» sein.
    ich reise in meine persönlichen früheren welten, um rauszufinden was ich will, also um mich in meinem jetzigen leben zufriedener einzurichten. und wenn menschen, die mir viel bedeuten, das mit: «cello ist eines der schönsten instrumente!» kommentieren, weiß ich, dass ich was richtig gemacht habe

    aber nochma zurück zu deinem blogeintrag.

    mir wurde grad erst die provokation deiner argumente klar: du wolltest, dass ich deiner biologistischen sippenhaftungslogik widerspreche! *hm* zu spät gemerkt… ;)

  4. peryton sagt:

    dir so eine freude gemacht zu haben, freut mich natürlich ganz besonders, tjona. und heute nacht hab ich beschlossen, beim herrn stivin noch per email um entschuldigung für diesen ‹diebstahl› zu bitten

    übrigens hab ich letztens nachts auf irgendeinem radiosender den ausschnitt eines konzerts mit stivín gehört – das war natürlich ein genialer zufall. da ist mir mal wieder bewusst geworden, wie präsent menschen oder dinge plötzlich werden können, die bislang nur eine vage erinnerung waren

    in etwa so: «so legen wir uns in die riemen, rudern gegen den strom, und fortwährend zieht es uns zurück in die vergangenheit.» (f. scott fitzgerald, der grosse gatsby. 1925)

  5. tjona sagt:

    p.s. süß, dass du immer mit der «professorin» rumhyperbelst ;)
    …wo ein doktortitel ja schon aufgrund meines namens nicht infrage kommt, kann ich den ja gleich überspringen, wa?!? *hihi* träum weiter… ;)

  6. tjona sagt:

    georg, du bistn schatz!

    eine schönere begleitmusik zum frühstückskaffe, hättste mir nich bescheren können!
    das flötenkonzert kann ich in und auswendig; hab ich als kind immer im auto gehört :)
    ich liebe das zeux! (von jiří stivín kannte ichs aber noch nicht (leider sind die lautsprecher an dem rechner hier so blechern))

    klar kenn ich den krimiautor nicht. literatur is ja auch allerhöchstens ein seltenes hobby von mir (kommt aber grad wieder: letzte woche aufm trödel is mir endlich meine langersehnte brechtgesamtausgabe zugeflogen), linguistik dagegen eine hauptamtliche leidenschaft!

    die linguistik brummt automatisch immer in meinem kopf mit, egal was ich mache und während ich mich zu gärtnerinnenzeiten noch gewundert hätte, warum es mir schwerfällt, die stelle: «weil mir die nicht mehr aus dem kopf gegangen ist» in deinem text zu verstehen, erklärt mir mein hirn das jetzt ganz hübsch in theorie und praxis. mit sprache durchzublicken is geil!!! tomatengewächshäuser könn› mich mal ;)

    oh! das wichtigste fast vergessen, georg! wo du hier schon mit meinen kindheitserinnerungen spielst:

    mein cello und ich stehn seit letzter woche auf der warteliste einer musikschule :)
    ich hoffe, dass auch, aber nicht nur der alte kram wie:
    http://www.youtube.com/watch?v=A784dXWIwKI
    und
    http://www.youtube.com/watch?v=xvKu5F_cQSE
    dabei rauskommt…

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