[ sektenjagd – oder die vergebens nachgetragene liebe vertrockneter propheten ]

ein bisschen mehr bedacht
wäre manchmal angemessen
um zu vermeiden, dass es
– ach jeh! –
dass es noch peinlicher wird
 

da kam doch tatsächlich per email eine einladung der
inititative zur abschaffung der jagd zu einer jener mo-
natsveranstaltungen, die seit dem hausbackenen auf-
treten dieser ‹inititative› auf der medialen bühne dazu
geführt haben, dass das politische gewicht eines bis-
lang schwachen, aber dennoch argumentativ wahrge-
nommenen anti-jagd-widerstands nahezu gegen null
gesunken ist. was durchaus nachvollziehbar ist: keine
sekte kann das ethisch begründete argument der be-
freiung aller wesen glaubwürdig nach aussen vertre-
ten, wenn ihr glaubenszentrum totalitär ausgerichtet
ist, ihren protagonistInnen die nähe zu faschistischen
strukturen und denkmustern nachgesagt wird, die un-
terdrückung ihrer sektenglieder tägliche praxis sein
soll. das drängt die wenigen, zudem schwach vorge-
brachten argumente aus dem feld der ökologie ins un-
glaubwürdige, ins unwesentliche und verhindert da-
rüberhinaus einen gesellschaftlichen diskurs über
den umgang des menschen mit seinesgleichen und
’seiner› umwelt

ich fürchte also, den adressatInnen jener einladung ge-
fiel mein programmatisch gehaltener tagebucheintrag
‹vegan … na und?› dennoch so ausgefallen gut, dass
sie ihn vor lauter begeisterung missverstanden haben …

um dies endgültig aus der welt zu schaffen: ich koaliere
genausowenig mit sektenmarionetten, die sich dümm-
liche marketingparolen gegen jagd auf ihre werbefah-
nen geschrieben haben, um den warenkonsum der
hauseigenen produkte voranzutreiben, wie ich nicht mit
nazis gegen atomtransporte marschiere. beide beispiel-
haft genannten gruppen zähle ich zu meinen politischen
gegnerInnen und gehe entsprechend mit ihnen um


4 Responses to “[ sektenjagd – oder die vergebens nachgetragene liebe vertrockneter propheten ]”

  1. peryton sagt:

    an ‹rudi› rudolf steffen

    manchmal sind eben die fragen gold, nicht die antworten. zumal die antworten längst gegeben sind

    dein engagement für die tierrechtsarbeit in den letzten jahre in allen ehren; aber inzwischen scheint dir mehr daran zu liegen, zu zerstören, was du und andere aufgebaut haben. du verhälst dich wie jene ‹durchgeknallten›, die die ehemals linke tierrechtsszene nachhaltig in verruf gebracht haben, verhälst dich ebenso selbstüberzeugt – argumentativ unerreichbar – wie jene paranoiden tierschutzmissionare, die du selber kritisierst

    nachdem deine belästigungen nicht aufhörten, bin ich aus einer gemeinsamen mailingliste ausgestiegen (was meine weitere arbeit erheblich erschwert), habe ich dich auf meinen email-spam-filter gesetzt. ich habe dich über freunde bitten lassen, mich in ruhe zu lassen – aber du kapierst scheinbar wirklich nicht, wann es zeit ist, aufzuhören

    ein letztes mal rudi: es ist deine sprache des hasses, die uns getrennt hat und ich habe kein interesse an weiteren kontakten. gehe du deinen weg – ich gehe den meinen

    georg hemprich

  2. Rudi sagt:

    Auch, wenn Du es hier wieder löschst:
    >ich koaliere
    >genausowenig mit sektenmarionetten,
    Nein, Du lässt Dir nur Deine Antijagdseite von Ihnen erstellen…
    Daher nochmal die Frage inwieweit Deine Kooperation mit Vegan-Central geht?
    Wenn Du angeblich Sailerpost bekommen hast, warum ist der Scan so unleserlich?
    Löschen ist Silber – Antworten sind Gold

  3. Administrator sagt:

    was für ein seltsamer denkansatz, z.

    ich frage mich eher, was ich machen soll, wenn mich zu viele menschen mögen – momentan bin ich nämlich überrascht über den reichlichen positiven zuspruch. und wie du lesen konntest, ist mir die liebe der ‹falschen› gar nicht lieb

    … beantwortet?

    liebe grüsse an dich:
    peryton

  4. z sagt:

    hi
    was machst du wenn du nur noch feinde hast?
    bye

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