Archive for Dezember 3rd, 2005

[ post, nachgesandt und reklamiert ]

Samstag, Dezember 3rd, 2005


 


to: xxxx@xxxx.de
date: fri, 02 dez 2005 20:02:25 +0100
subject: reklamation: die eingescannte post. und nun?
reply to: info@peryton.de

sehr verwerteter herr heinl

da haben sie mir verschiedene scans geschickt, genauer
derer vier, die sich teilweise bis zur deckungsgleichheit
ähneln. jahahaaaaa, habe ich gelacht – sie auch, gell?

aber man muss ja froh sein, in diesen zeiten, wenigstens
ein bisschen freude und abwechselung zu bekommen und
wenn es auch nur dem riechen am trocknen korken gleich-
kommt, der liegen gelassen und vergessen wurde, lang
schon vergessen

ach, sie finden mich heute sentimental; aber so schnell
gerät unsereiner ins melanchole schwärmen, wenn die
erinnerung anklopft mit den elektrisierenden signalen, wie
ehdem die gestapo. wie – ein vergleich, der unbotmässig
sei? nein nein, reden wir doch von heidelberg und der
post aus dieser stadt an mich, davon, dass mir die stadt-
verwaltung droht, weil irgendwer mich denunzierte, ja, wie
eben damals, als mein vater noch … aber wenn ich das
laut sage, was ich denke, bekomme ich auch noch ein
verfahren an den hals, wie jener alte mann, der in heidel-
berg vor kurzer zeit noch das nicht legitime vorgehen
zweier polizisten mit denen in der nazizeit verglich. zack –
haben sie ihn angezeigt, wegen beleidigung

und wegen beleidigung soll ich ja auch drankommen
– was jetzt ein anderes thema ist, dennoch – weil ich zwei
polizisten fragte, was sie mit dem scheinbar angetrun-
kenen machen wollte, da vor diesem café. sie erinnern
sich, waren ja selbst dabei, am 08. 09. 2005 gegen
19:45 uhr, in der bergheimer strasse, als mein zeuge
– was für ein glück. denn weil der eine polizist mir, aus
seinem auto springend, ‹aufs maul hauen› wollte, habe
ich ihn später angezeigt, wegen nötigung. seltsam, dass
meine anzeige nun in der heidelberger polizeidirektion
verschollen sein soll, wie mein anwalt erfuhr, auch noch
nicht mal bearbeitet wurde. dagegen fiel den beiden po-
lizisten ein, ich habe sie beleidigt – sowas ähnliches wie
‹polizisten sind schw…› soll ich gesagt haben; aber das
sage ich jetzt besser nicht. weil, sonst … sie ahnen si-
cher, was sonst. als ob ein veganer tiernamen in verun-
glimpfender weise dedizieren würde …

aber was mach ich nun mit dem anschreiben der stadt-
verwaltung heidelberg? ich solle mich anmelden, wo ich
doch gar nicht da wohne, wo das also gänzlich ohne
gegenstand ist und mir – verzeihen sie die grobe wahl
der worte – am arsch vorbeigeht, wie der letzte kaiser?
soll ich den trotteln hinterhergehn, nur weil jene losge-
laufen sind? – ach, nichts läge mir ferner

nachdenkliche grüsse sendet ihnen von unterwegs:
 

peryton